News

News 2022

22.12.2022

FKH-Mitteilungen

Happy Holidays!

Das Forschungskolleg Humanwissenschaften wünscht Ihnen eine schöne Weihnachtszeit und einen guten Start ins Jahr 2023!

20.12.2022

FKH-Mitteilungen

Rückblick auf die Vortragsreihe »Sinophone Classicism« im Wintersemester 2022/23

Im Wintersemester 2022/23 ging die Vortragsreihe »Sinophone Classicism. Chinese Cultural Memories in a Global Space« in ihre mittlerweile dritte Runde.

15.12.2022

FKH-Mitteilungen

Feierliche Eröffnung des John McCloy Transatlantic Forum. Den Festvortrag hielt der Berater der Obama-Administration Charles A. Kupchan

Am Freitag, dem 4. November 2022, wurde das John McCloy Transatlantic Forum vor vollem Auditorium im Vortragssaal des Forschungskolleg Humanwissenschaften feierlich eröffnet. Der Name des Forums erinnert an John J. McCloy, der als amerikanischer Hoher Kommissar von 1949 bis 1952 in Frankfurt am Main amtierte. In einer bewegenden Rede unterstrich der Sohn des Hohen Kommissars John J. McCloy II, die Bemühungen seines Vater, die deutsche Zivillgesellschaft in der Nachkriegszeit aufzubauen. Den Festvortrag hilet der amerikanische Politikwissenschaftler und ehemalige Berater der Obama-Administration Charles A. Kupchan.

08.12.2022

Pressemitteilungen

»Zwischen postdigital und Tradition. Klassische chinesische Kunst im Metaversum«

Der chinesische Künstler Lei XUE zu Gast am Forschungskolleg Humanwissenschaften

08.12.2022

Medienecho │ UniReport

»Vertiefender Diskurs über transatlantische Beziehungen«

»John McCloy Transatlantic Forum« am Forschungskolleg Humanwissenschaften eröffnet

UniReport der Goethe-Universität Frankfurt, Nr. 6, 08.12.2022, S. 19.

Anfang November wurde am Forschungskolleg Humanwissenschaften das »John McCloy Transatlantic Forum« eröffnet. Den Festvortrag hielt der Politikwissenschaftler Charles Kupchan, der in der Obama-Regierung der wichtigste Europa-Berater war und als Professor für International Affairs an der Georgetown University lehrt. In seinem Vortrag – auf der Website des Forschungskollegs als Video abrufbar – legte er eine fulminante Einordnung und Interpretation der gegenwärtigen Internationalen Ordnung vor. Geopolitisch und ideologisch befinde sich die Welt gegenwärtig in einem Prozess der Spaltung. Dabei seien zwar die USA und China die beiden wichtigsten Mächte, doch unterscheide sich die neue Machtkonstellation grundlegend vom Wettkampf zwischen den USA und der Sowjetunion während des Kalten Krieges. In der heraufziehenden Weltordnung gebe es keinen Anker mehr.

08.12.2022

Medienecho │ UniReport

»Die Machtlosigkeit der Arbeiterklasse im 21. Jahrhundert«

Cain Shelley, britischer Politikwissenschaftler, beschäftigt sich mit dem Thema »A Class For Itself?: The Future of Class Politics«

UniReport der Goethe-Universität Frankfurt, Nr. 6, 08.12.2022, S. 14.

Der Begriff der »Klasse« wird heute mitunter sehr kritisch gesehen. Cain Shelley, der an der London School of Economics mit einer Arbeit zum Konzept des Klassenbewusstseins und politischen Praktiken promoviert hat, möchte aber den Begriff wieder mit Leben füllen. Im Gespräch mit dem UniReport konzediert er, dass man im politischen oder akademischen Diskurs weitaus seltener auf Diskussionen über Klasse stoße, als dies früher der Fall gewesen sei. »Ich will nicht leugnen, dass sich die Gesellschaften seit der industriellen Revolution dramatisch verändert haben, aber ich versuche in meiner Arbeit zu argumentieren, dass es dennoch ein Fehler wäre, die Sprache der Klasse aufzugeben. Trotz vieler signifikanter Veränderungen können wir immer noch verschiedene Gruppen von Individuen beobachten, die bei der Produktion von Gütern und Dienstleistungen in ihren Gesellschaften über sehr unterschiedliche Macht verfügen«, betont Shelley.

17.11.2022

Medienecho │ Taunus Zeitung

»Ring des Friedens wird zum Ring des Feuers«

Welche Rolle den Puffer-Staaten der EU im Ukraine-Krieg zukommen

Taunus Zeitung, 17. November 2022.

ENP ist eine nicht eben geläufige Abkürzung. Dennoch verbergen sich 27 Länder hinter diesen drei Buchstaben, die für Europäische Nachbarschafts-Politik stehen. Die ENP wurde 2004 begründet, um Sicherheit, Stabilität und Wohlstand sowie rechtsstaatliche Strukturen in den Nachbarländern der EU zu fördern, die den Ländern selbst, aber auch der EU zugute kommen sollten.

14.11.2022

Medienecho │ Frankfurter Rundschau

»Mit Eisenhower Eisenbahn gespielt«

John McCloy, Sohn des US-Hochkommissars, erinnert sich an seine Zeit im Taunus

Frankfurter Rundschau, 14. November 2022.

Als John McCloy II mit seiner Familie vor wenigen Tagen zur Eröffnung des »John McCloy Transatlantic Forums« nach Bad Homburg gekommen war, war dies für ihn viel mehr als nur ein Termin zu einem Festakt für die neue Gesprächsplattform, die den Namen seines Vaters trägt. Die Tage in der Kurstadt wurden für ihn vielmehr zu einer »sehr sentimentalen Reise« in die Geschichte seiner Familie und damit auch in die Geschichte des jungen Nachkriegsdeutschlands.

07.11.2022

Medienecho │ Frankfurter Rundschau

»Gemeinsam Demokratie verteidigen«

Forschungskolleg ruft das »John McCloy Transatlantic Forum« ins Leben

Frankfurter Rundschau, 07. November 2022.

Unsere Welt ist gefährdet wie schon lange nicht mehr. Themen wie der Klimawandel, der Krieg in der Ukraine, populistische Bewegungen und die damit einhergehende Gefahr für demokratische Staaten, die Folgen der Digitalisierung und die Krisenherde auf der ganzen Welt, die Tausende von Menschen veranlassen, aus ihrer Heimat zu flüchten, stehen ganz oben auf der Liste der aktuellen Bedrohungen. Aus der Einsicht heraus, dass sich diese Krisen nur gemeinsam mit anderen, gleichgesinnten Verbündeten bewältigen lassen werden, wurde jetzt am Forschungskolleg Humanwissenschaften der Goethe-Universität in Kooperation mit der Werner-Reimers-Stiftung das »John McCloy Transatlantic Forum« eröffnet.

04.11.2022

Pressemitteilungen

John McCloy Transatlantic Forum am Forschungskolleg Humanwissenschaften feierlich eröffnet

Am Freitag, 4. November 2022, wurde das John McCloy Transatlantic Forum vor vollem Auditorium im Vortragssaal des Forschungskolleg Humanwissenschaften feierlich eröffnet. Der Name des Forums erinnert an John J. McCloy, der als amerikanischer Hoher Kommissar von 1949 bis 1952 in Frankfurt am Main amtierte.

04.11.2022

Medienecho │ Frankfurter Allgemeine Zeitung

»John McCloy und die fremde Heimat«

Nach 70 Jahren kehrt John McCloy jr., Sohn des früheren Hohen Kommissars der Amerikaner, in sein Elternhaus in Bad Homburg zurück

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 04. November 2022.

Der Vater hat zwei schöne neue Fahrräder mitgebracht. John und Ellen bekommen das Geschenk zunächst nur für acht Wochen: Sie sollen die Gefährte nutzen, um in dieser Zeit jeweils sechs deutsche Freunde in Bad Homburg zu finden – dann dürfen sie die Räder behalten. John McCloy hört sich noch widersprechen: »Aber Dad, wir dürfen doch nicht fraternisieren!« So haben es die Geschwister gelernt: Sich mit Deutschen zu verbrüdern ist Amerikanern verboten. In der Erinnerung des Sohns antwortet der Vater, das Verbot sei aufgehoben. »Und jetzt fahrt los!«

03.11.2022

Medienecho │ Webmagazin der Goethe-Universität

»Besuch nach 70 Jahren: Familie des früheren amerikanischen Hohen Kommissars McCloy an der Goethe-Uni«

Sein Vater war von 1949-52 amerikanischer Hoher Kommissar in Frankfurt. Nun besuchte John J. McCloy II. gemeinsam mit seiner Familie die Goethe-Universität. Universitätspräsident Prof. Enrico Schleiff begrüßte die McCloys im Eisenhower Saal. In dem historischen Raum im IG-Farben-Haus, ab 1952 Europazentrale der US-Streitkräfte und Hauptquartier des V. US-Korps, hatte der Hohe Kommissar damals sein Büro. Der heute 85-jährige Sohn hatte auch nach 70 Jahren noch lebhafte Erinnerungen an die alte Wirkungsstätte seines Vaters.

13.10.2022

Medienecho │ UniReport

»Eine Kultur des Hinsehens erreichen«

Ein Rückblick auf die Bad Homburg Conference des Forschungskollegs Humanwissenschaften zum Thema »Kindheit und Gewalt«

UniReport der Goethe-Universität Frankfurt, Nr. 5, 13.10.2022, S. 20.

»Kindheit und Gewalt« war das Thema der diesjährigen Bad Homburg Conference (BHC) des Forschungskollegs Humanwissenschaften. Ein Thema, dem man reflexartig aus dem Weg gehen möchte, wie empirische Studien belegen. Ein Thema, das immer dann einen Schock in der Gesellschaft auslöst, wenn neue Fälle bekannt werden und unfassbares Leid von sexuell, physisch oder psychisch missbrauchten Kindern an uns herantragen. Die Aufdeckung vieler Missbrauchsfälle und die Arbeit an deren Aufarbeitung haben das Thema in den letzten Jahren stärker in die Öffentlichkeit gebracht, aber noch immer reagiert die Gesellschaft oft mit Abwehrreflexen. Das Organisationsteam der BHC unter der Federführung von Sabine Andresen, Professorin für Erziehungswissenschaften und ehemalige Vorsitzende der Unabhängigen Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs, hat dieses wichtige und für unsere Gesellschaft und die Politik unumgehbare Thema in den Fokus einer öffentlichen Konferenz gestellt.

28.09.2022

FKH-Mitteilungen

Rückblick: Fotos, Videomitschnitte, Interviews

Die Bad Homburg Conference »Kindheit und Gewalt. Wie können wir eine Kultur des Wegsehens überwinden?« fand am 16. und 17. September 2022 im Forschungskolleg Humanwissenschaften statt. Hier finden Sie die Konferenzbroschüre, Videomitschnitte, Fotos und Interviews

14.09.2022

Medienecho │ Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Eine Tagung gegen das Wegsehen«

Forschungskolleg zu Gewalt an Kindern

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14. September 2022.

Mit Gewalt, die Kindern widerfährt, und dem Überwinden einer »Kultur des Wegsehens« beschäftigt sich eine Tagung am Freitag und Samstag im Bad Homburger Forschungskolleg Humanwissenschaften der Goethe-Universität Frankfurt. Die Frage des Schutzes besonders Schutzloser sei von höchster Relevanz, sagte Forschungkolleg-Direktor Matthias Lutz-Bachmann am Dienstag. Denn die Gesellschaft habe es nicht immer geschafft, den Schutz etwa in Schulen, Sportvereinen und Kirchen zu gewährleisten.

13.09.2022

Pressemitteilungen

»Kindheit und Gewalt. Wie können wir eine Kultur des Wegsehens überwinden?«

Bad Homburg Conference 2022 lädt zur Diskussion mit Betroffenen, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens ein

24.08.2022

Medienecho │ Taunus Zeitung

»Die EU steht zusammen – noch«

Im Forschungskolleg spricht Politologin Nathalie Tocci über die Folgen des Kriegs

Taunus Zeitung, 28. August 2022, S. 8.

»Es stellt sich die Frage, wir lang die Europäische Union zusammenhält, wenn die nationalen Interessen auseinanderdriften«, so lauteten schon im Juli die Befürchtungen der Politikberaterin Nathalie Tocci im Forschungskolleg Humanwissenschaften in der Werner-Reimers-Stiftung. Wie recht sie behalten sollte. Der Ukrainekrieg fordert die EU heraus, wie kaum eine andere Krise zuvor.

22.07.2022

FKH-Mitteilungen

»Komplexität – System – Evolution. Eine transdisziplinäre Forschungsperspektive«

Im Juli ist der Sammelband »Komplexität – System – Evolution. Eine transdisziplinäre Forschungsperspektive« im Karl Alber Verlag erschienen. Er präsentiert Ergebnisse des Projekts »Komplexität in Wissenschaft, Kultur und Gesellschaft«, das unter der Leitung von Matthias Lutz-Bachmann und Harald Schwalbe von 2017 bis 2020 am Forschungskolleg durchgeführt und von der Aventis Foundation gefördert wurde.

07.07.2022

Medienecho │ UniReport

»Lernen, über Gewalt an Kindern sprechen zu können«

Die 6. Bad Homburg Conference widmet sich dem Thema »Kindheit und Gewalt: Wie können wir eine Kultur des Wegsehens überwinden?«

UniReport der Goethe-Universität Frankfurt, Nr. 4, 07.07.2022, S. 4.

Vertreter*innen der Rechts- und Erziehungswissenschaften, Psychologie, Soziologie sowie Philosophie werden sich im September im Rahmen der Bad Homburg Conference (BHC) mit einem Thema befassen, das eine intellektuelle Distanz und Nüchternheit eher erschwert: »Keine Form der Gewalt lässt einen wohl kalt«, betont auch Prof. Sabine Andresen, Erziehungswissenschaftlerin der Goethe-Universität, die in der Vorbereitungsgruppe federführend mitwirkt. Es sei natürlich Aufgabe der Wissenschaft, sachlich und wissensbasiert in die Diskussion zu gehen. Allerdings gebe es auch im wissenschaftlichen Kontext eine Art Reflex, sich vor allem sexuelle Gewalt gegen Kinder nicht vorstellen zu können oder zu wollen.

07.07.2022

Medienecho │ UniReport

»Gerechtigkeit global gedacht«

Nach zwölf Jahren des wissenschaftlichen Austausches fand die hochkarätig besuchte Abschlusskonferenz von »Justitia Amplificata« statt

UniReport der Goethe-Universität Frankfurt, Nr. 4, 07.07.2022, S. 2.

»Die Welt, in der wir leben, ist nicht gerecht.« So beginnt ein berühmter Aufsatz des US-amerikanischen Philosophen Thomas Nagel aus dem Jahr 2005 zum »Problem« globaler Gerechtigkeit. Damals war es ihm zufolge in der politischen Theorie noch überaus unklar, was die Tugend, gerade in sozioökonomischer Hinsicht, im Weltmaßstab konkret bedeuten und was von internationalen Institutionen erwartet werden könnte. Davon kann heute kaum mehr die Rede sein. Das ist auch der Kolleg-Forschungsgruppe »Justitia Amplificata« (»Erweiterte Gerechtigkeit – konkret und global«), kurz JA, an der Goethe-Universität zu verdanken. Diese haben Stefan Gosepath, seinerzeit in Frankfurt und inzwischen Professor am Institut für Philosophie der FU Berlin, und Rainer Forst, Professor für politische Theorie und Philosophie an der GU und Direktor des Forschungsverbundes Normative Ordnungen (NO), vor zwölf Jahren ins Leben gerufen.

07.07.2022

Medienecho │ UniReport

»Wenn der Rationalist die Vorstellungskraft bemüht«

Michael A. Rosenthal, Professor für Jüdische Philosophie an der University of Toronto, forscht unter anderem zur Philosophie Spinozas

UniReport der Goethe-Universität Frankfurt, Nr. 4, 07.07.2022, S. 11.

Der Schwerpunkt meiner Arbeit liegt auf dem Philosophen Baruch (oder Benedikt) Spinoza (1632–1677). Die beiden Formen seines Vornamens im Hebräischen und im Lateinischen symbolisieren die doppelte Beziehung, die er sowohl zu seiner jüdischen als auch zu seiner christlichen intellektuellen Tradition hat. Niemand ist sich wirklich einig darüber, was »jüdische Philosophie« ist. Selbst in ihrer klassischen Form während des Mittelalters war umstritten, was genau gemeint ist. Moses Maimonides (1138–1204), der später als vorbildlicher jüdischer Philosoph gepriesen wurde, wurde von vielen angegriffen, weil er das, was als fremde Ideen der Griechen angesehen wurde, in den Kern der jüdischen Tradition einführte. Spinoza folgt Maimonides in mancher Hinsicht, greift ihn aber auch ganz direkt an.

01.06.2022

Medienecho │ Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Auch Forschung kann der Heimat dienen«

Sieben ukrainische Wissenschaftler können am Frankfurt Institute for Advanced Studies ihre Arbeit fern vom Krieg fortsetzen. Manche überlegen, ob sie nicht lieber kämpfen sollten

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 01. Juni 2022.

Horst Stöcker hat nicht gezögert. Als der Krieg in der Ukraine begann, kontaktierte der Physikprofessor und Mitbegründer des Frankfurt Institute for Advanced Studies (FIAS) sofort seinen Kollegen Mark Gorenstein in Kiew. »Ihr müsst da raus«, lautete seine eindringliche Botschaft an den befreundeten Wissenschaftler, mit dem er in mehr als drei Jahrzehnten rund 70 gemeinsame Veröffentlichungen verfasst hat.

25.05.2022

Medienecho │ UniReport

»Erschöpfte Politik«

Die US-Amerikanerin Nica Siegel forscht als Postdoctoral Fellow am Forschungskolleg Humanwissenschaften

UniReport der Goethe-Universität Frankfurt, Nr. 3, 25.05.2022, S. 12.

Nica Siegel hat im Oktober 2021 ihre Promotion im Fach Politische Theorie an der Yale University abgeschlossen. Seit Oktober letzten Jahres ist sie am Forschungskolleg und wird dort noch bis Juli bleiben. Ihr Forschungsprojekt trägt den Titel „Exhaustion Politics: The Phenomenology of Action and the Horizons of Critique“. Nach zwei Jahren Corona-Pandemie scheint der Begriff der Erschöpfung auch die Grundstimmung in der Bevölkerung sehr gut auszudrücken. Gibt es vielleicht auch Zusammenhänge zwischen dieser Corona-Erschöpfung und der politischen Erschöpfung? Nica Siegel bestätigt, dass die Erschöpfung wieder einmal ein zentrales Element in der zeitgenössischen demokratischen Politik ist, aber ihre politische Bedeutung bleibe schwer fassbar.

25.05.2022

Medienecho │ UniReport

»Bücher«

Harald Schwalbe, Matthias Lutz-Bachmann (Hrsg.): Komplexität – System – Evolution. Eine transdisziplinäre Forschungsperspektive. Verlag Karl Alber 2022, Baden-Baden. 500 Seiten, 49 Euro

UniReport der Goethe-Universität Frankfurt, Nr. 3, 25.05.2022, S. 18.

Komplexe Systeme oder Prozesse lassen sich dadurch definieren, dass sie in der Forschung durch eine Reduktion auf ihre elementaren Bestandteile nicht angemessen verstanden oder modelliert werden können. Der jetzt vorgelegte Band versammelt Beiträge, die aus einer disziplinübergreifenden Perspektive ein fundiertes Verständnis von Komplexität als Handlungsgrundlage für den Umgang mit komplexen Systemen und Prozessen zu entwickeln versuchen.

08.04.2022

FKH-Mitteilungen

Forschungsschwerpunkt »Democratic Vistas: Reflections on the Atlantic World«

Erster Jahresworkshop diskutiert den Aufsatz »Democratic Vistas« des amerikanischen Dichters und Journalisten Walt Whitman über das Wesen der Demokratie

07.04.2022

Medienecho │ UniReport

»Kant und seine sozialistischen Interpreten«

Der Amerikaner William Levine arbeitet als Postdoctoral Fellow über einen etwas in Vergessenheit geratenen »linken« Zweig der Neokantianer

UniReport der Goethe-Universität Frankfurt, Nr. 2, 07.04.2022, S. 12.

Am Forschungskolleg werde leider fast nur Englisch gesprochen, beklagt sich augenzwinkernd William Levine; dabei würde er doch so gerne sein Deutsch verbessern. Der Amerikaner beschäftigt sich bereits seit seinem Studium mit der deutschen Philosophie. Sich auf die deutsche Sprache einzulassen, kam nicht ganz freiwillig zustande, erzählt Levine: »Mein Doktorvater gab mir das so mit auf den Weg – und das bedeutete, dass ich mich auf eine längere Reise ins Deutsche machen musste.« Philosophische Texte auf Deutsch zu lesen, stellt für ihn heute kein Problem mehr dar; wenn er seine Forschungsergebnisse vorstellt, bevorzugt er aber seine Muttersprache.

07.04.2022

Medienecho │ UniReport

»Drei neue Goethe-Fellows am Kolleg: Frederike Middelhoff, Darrel Moellendorf, Guido Pfeifer«

Gemeinsam mit dem Präsidium der Goethe-Universität hat das Forschungskolleg Humanwissenschaften zum Sommersemester 2022 drei Universitätsprofessor*innen als Goethe-Fellows ans Kolleg berufen

UniReport der Goethe-Universität Frankfurt, Nr. 2, 07.04.2022, S. 20.

Das Goethe-Fellowship-Programm unterstützt die Wissenschaftler*innen bei der Ausarbeitung neuer Forschungsvorhaben und der Beantragung von drittmittelfinanzierten Forschungsprojekten, indem es ihnen u. a. die Mittel und die Infrastruktur für die Durchführung von vorbereitenden Workshops und Konferenzen mit Partnern aus dem In- und Ausland zur Verfügung stellt und sie in den internationalen Diskussions- und Arbeitskontext am Forschungskolleg Humanwissenschaften einbindet.

07.04.2022

Medienecho │ UniReport

»Von Tradition und Moderne in der chinesischen Ökonomie«

Bertram Schefold und Iwo Amelung über ihren gerade erschienenen Sammelband »European and Chinese Histories of Economic Thought«. Ergebnisse einer Konferenz am Forschungskolleg Humanwissenschaften

UniReport der Goethe-Universität Frankfurt, Nr. 2, 07.04.2022, S. 14.

Bertram Schefold: Als ich in den 90er-Jahren Herausgeber der Reihe »Klassiker der Nationalökonomie« war, nahm ich mir vor, wohl erstmals in einer solchen Sammlung, auch Beiträge aus außereuropäischen Traditionen aufzunehmen. Nach langer Überlegung und Beratung mit Spezialisten stieß ich auf den Dialog Yantie Lun aus dem ersten vorchristlichen Jahrhundert, in dem Gelehrte aus allen Teilen des Reiches mit den Ministern in Anwesenheit des Kaisers über Nutzen und Nachteile der damals bestehenden Staatsmonopole für Eisen und Salz diskutierten. In dem Dialog spiegeln sich eine Fülle von Einsichten zum Ineinandergreifen von Wirtschaft, Gesellschaft und Politik. Wie sich herausstellte und in unserem Buch dokumentiert wird, ist dieses Traditionsbuch in der Diskussion geblieben; besonders die Maoisten nahmen gegen den darin enthaltenen Konfuzianismus Partei. [...]

07.04.2022

FKH-Mitteilungen

Aktualisierung der Fellow-Publikationsliste

Die FKH-Publikationsliste wurde um Titel ergänzt, in denen sich Arbeitsergebnisse unserer Fellows niedergeschlagen haben: Iwo Amelung, Sabine Andresen, Gordon Arlen, Aliénor Ballangé, Roland Borgards, Beatrice Brunhöber, Christoph Burchard, Stephanie Classmann, Julie Cooper, Ingolf Dalferth, Cornelia Ebert, Menachem Fisch, Thomas Fossen, Guido Friebel, Daniela Grunow, Ketevan Gurchiani, Volker Heins, Gunther Hellmann, Will Levine, Ömer Özsoy, Till van Rahden, Uchenna Okeja, Nicole Reinhardt, Bertram Schefold, Sandra Seubert, Christian Wiese, Zhiyi Yang.

06.04.2022

Medienecho │ Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Forschungskolleg geht weiter«

Universitäten und Kommunen einig

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 06. April 2022, S. 37.

Die Arbeit des Forschungskollegs Humanwissenschaft ist für weitere zehn Jahre auf dem Gelände der Werner-Reimers-Stiftung am Kurpark gesichert. Wie die Universität Frankfurt mitteilt, einigte sie sich mit der Stadt Bad Homburg, dem Hochtaunuskreis und der Stiftung, das Kolleg auch künftig gemeinsam zu fördern. Dort forschen Gastwissenschaftler aus aller Welt, außerdem gibt es öffentliche Vorträge. Stadt und Kreis beteiligen sich nun mit je 25 000 Euro im Jahr auch dauerhaft finanziell. Bisher hatten sie den Bau des Gebäudes und Projekte unterstützt. Auch die Stiftung gibt 25 000 Euro im Jahr und stellt die Räume zur Verfügung.

06.04.2022

FKH-Mitteilungen

»Komplexität – System – Evolution. Eine transdisziplinäre Forschungsperspektive«

Im Mai 2022 erscheint im Karl Alber Verlag der Sammelband »Komplexität – System – Evolution. Eine transdisziplinäre Forschungsperspektive«. Darin werden erste Ergebnisse des Projekts »Komplexität in Wissenschaft, Kultur und Gesellschaft« veröffentlicht, das unter der Leitung von Matthias Lutz-Bachmann und Harald Schwalbe von 2017 bis 2020 am Forschungskolleg durchgeführt und von der Aventis Foundation gefördert wurde

05.04.2022

FKH-Mitteilungen

»Sinophone Classicism«: Neues vom Goethe-Fellow-Projekt von Zhiyi Yang

Die Vortragsreihe über das kulturelle Gedächtnis in der chinesischsprachigen Welt der Gegenwart geht in die zweite Runde. Ein wissenschaftliches Symposium vertieft das Thema.

04.04.2022

FKH-Mitteilungen

Forschungskolleg Humanwissenschaften kann seine Arbeit in Bad Homburg fortsetzen

Goethe-Universität, Werner Reimers Stiftung, Stadt Bad Homburg und Hochtaunuskreis stellen ihre Kooperation auf neue vertragliche Grundlage.

02.04.2022

Medienecho │ Taunus Zeitung

»Gedankenschmiede mit Zukunft«

Arbeit des Forschungskollegs Humanwissenschaften für weitere zehn Jahre gesichert

Taunus Zeitung, 02. April 2022, S. 12.

Am Rande des Kurparks, mit Blick über die Dächer der Kurstaft und bei gutem Wetter bis nach Frankfurt, leben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus aller Welt, um zusammen innovative Ideen und Methoden zu entwickeln. Das Forschungskolleg Humanwissenschaften ist kein Außenposten der Frankfurter Universität, 2009 auf dem Gelände der Werner-Reimers-Stiftung eröffnet und von der Stadt Bad Homburg, Landkreis und Stiftung unterstützt. Jetzt wurde die Kooperation für weitere zehn Jahre vertraglich besiegelt.

01.04.2022

FKH-Mitteilungen

Drei neue Goethe-Fellows am Kolleg: Frederike Middelhoff, Darrel Moellendorf, Guido Pfeifer

Gemeinsam mit dem Präsidium der Goethe-Universität hat das Forschungskolleg Humanwissenschaften zum Sommersemester 2022 drei Universitätsprofessor:innen als Goethe-Fellows ans Kolleg berufen: die Literaturwissenschaftlerin Frederike Middelhoff, den Philosophen und Politischen Theoretiker Darrel Moellendorf und den Rechtshistoriker Guido Pfeifer.

31.03.2022

Pressemitteilungen

Forschungskolleg Humanwissenschaften kann seine Arbeit in Bad Homburg fortsetzen

Goethe-Universität, Werner Reimers Stiftung, Stadt Bad Homburg und Hochtaunuskreis stellen ihre Kooperation auf neue vertragliche Grundlage

31.03.2022

Medienecho │ Frankfurter Rundschau

»Den internationalen Austausch der Wissenschaft fördern«

Goethe-Uni, Werner Reimers-Stiftung, Stadt Bad Homburg und der Hochtaunuskreis sichern die Zukunft des Forschungskollegs Humanwissenschaften

Frankfurter Rundschau, 31. März 2022, S. F8.

Das Forschungskolleg Humanwissenschaft in Bad Homburg hat Zukunft. Die vier Kooperationspartner haben die weitere Zusammenarbeit fixiert. Mehr noch, sie stocken die Mittel der idyllisch oberhalb des Kurparks gelegenen Dependance der Goethe-Uni auf. Die Stadt Bad Homburg und der Hochtaunuskreis fördern das Kolleg mit je 25 000 Euro im Jahr. Bislang hatten sie vor allem 2006 die Errichtung des Gebäudes und einzelne Projekte unterstützt. Die Werner Reimers Stiftung stellt das Gelände unentgeltlich zur Verfügung und steuert ebenfalls 25 000 Euro jährlich bei. Den größten Anteil trägt die Goethe-Uni, die einen Teil der Personalkosten finanziert sowie die Mittel für die Goethe-Fellowships.

21.03.2022

FKH-Mitteilungen

»Religiöse Dynamiken in Geschichte und Gegenwart«

Vom Gesprächskreis zur Exzellenzcluster-Initiative an der Goethe-Universität

10.03.2022

FKH-Mitteilungen

Sinophone classicism. Kulturelles Gedächtnis in der chinesischsprachigen Welt der Gegenwart

Die Vortragsreihe »Sinophone Classicism« geht im Frühjahr 2022 in die nächste Runde. In vier Vorträgen von April bis Juli 2022 beleuchten die Gastredner:innen aus den USA, Taiwan und Österreich zeitgenössische chinesischsprachige Kunstformen, die sich kreativ auf klassische chinesische Traditionen beziehen.

10.02.2022

Medienecho │ UniReport

»Müssen wir immer noch mehr Gutes tun?«

Die Philosophin Jessica Fischer forscht zur moralphilosophischen Begründung der Maximierung des Gutseins

UniReport der Goethe-Universität Frankfurt, Nr. 1, 11.02.2022, S. 12.

Ein internationaler Gast am Forschungskolleg Humanwissenschaften, deren Muttersprache aber Deutsch ist: Jessica Fischer hat in Deutschland Abitur gemacht, ist danach direkt für den Bachelor nach Großbritannien gegangen. Dort, am University College London, machte sie dann auch den Master. Auf den dann auch noch die Promotion folgen sollte: Mitte Januar erst hat sie erfolgreich ihre Disputation bestritten. »Ich kenne die deutsche Hochschullandschaft eigentlich gar nicht«, sagt Jessica Fischer lachend. Seit dem letzten Herbst ist sie nun Postdoctoral Fellow des Justitia Center for Advanced Studies, das von Prof. Rainer Forst geleitet wird.

29.01.2022

Medienecho │ Taunus Zeitung

»Denken in naher Abgeschiedenheit«

Stadt erneuert Partnerschaft mit Forschungskolleg Humanwissenschaften

Taunus Zeitung, 29. Januar 2022

Princeton, Uppsala, Amsterdam, Berlin, Bad Homburg - in all diesen bedeutenden Städten kommen Wissenschaftler aus aller Welt und aus verschiedenen Fachdisziplinen zusammen, um an ihren Forschungsfragen zu arbeiten. Die Räume des Forschungskollegs Humanwissenschaften Am Wingertsberg geben ihnen die zuweilen nötige Abgeschiedenheit bei gleichzeitiger Nähe zur Universität in Frankfurt.