Über das Buch
Demokratie ist mehr als eine Regierungsform. Mit dem US-amerikanischen Dichter Walt Whitman lässt sie sich als eine offene Lebensform begreifen: vielfältig, unvorhersehbar und angewiesen auf Impulse aus den Künsten. Im Dialog aus Essay und Replik treffen Mitglieder des Frankfurter Forschungskreises »Democratic Vistas« auf internationale Gesprächspartner. Die Beiträge nehmen Whitmans Anregungen auf und suchen nach Momenten der demokratischen Öffnung. Fündig werden sie an den unterschiedlichsten Orten: im China der 1920er Jahre, in der südafrikanischen Fotografie der Post-Apartheid-Ära, im Werk Schwarzer Lyrikerinnen oder in der auf Billionen-Beträge hochskalierten Wirtschaftspolitik.
Der von Till van Rahden und Johannes Völz herausgegebene Band Horizonte der Demokratie. Offene Lebensformen nach Walt Whitman ist im Mai 2024 im Bielefelder transcript Verlag erschienen. Er versammelt Beiträge von Cameron Abadi, Andreas Fahrmeir, Josef Früchtl, Walter Grünzweig, Patricia Hayes, Hanna Pfeifer, Till van Rahden, Martin Saar, Heike Schäfer, Adam Tooze, Johannes Völz, Michael Walzer und Zhiyi Yang.
Auf dem Podium diskutieren
Andreas Fahrmeir (Neuere Geschichte, Goethe-Universität Frankfurt)
Gunther Hellmann (Politikwissenschaft, Goethe-Universität Frankfurt)
Hanna Pfeifer (Politikwissenschaft, Goethe-Universität Frankfurt)
Heike Schäfer (Amerikanistik, Goethe-Universität Frankfurt)
Till van Rahden (Geschichte, Université de Montréal)
Johannes Völz (Amerikanistik, Goethe-Universität Frankfurt)
Zhiyi Yang (Sinologie, Goethe-Universität Frankfurt)
Moderation
Greta Wagner ist seit 2019 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Soziologie der TU Darmstadt. Zuvor arbeitete sie am Institut für Soziologie der Goethe-Universität Frankfurt (2011-2017) und am Exzellenzcluster »Normative Ordnungen« (2017-2019). Im Wintersemester 2022/2023 vertrat sie die Professur für Allgemeine Soziologie an der TU Darmstadt. Ihr Buch »Selbstoptimierung. Praxis und Kritik von Neuroenhancement« erschien im Jahr 2017.
Die Buchreihe
Seit geraumer Zeit sehen sich liberale Demokratien Angriffen durch autoritäre Kräfte von innen und außen ausgesetzt. Ihre Zukunft erscheint heute als ungewiss. Vor diesem Hintergrund widmt sich die Buchreihe »Democratic Vistas/ Demokratische Horizonte« den Herausforderungen und Möglichkeiten zeitgenössischer Demokratien. Im Zentrum der Diskussionen stehen die Ideen des amerikanischen Dichters Walt Whitmans, die er 1871 in seinem Essay »Democratic Vistas« formulierte. Die Reihe versammelt Beiträge von Wissenschaftler:innen aus den Bereichen Ästhetik, Philosophie, Literatur-, Gesellschafts- und Geschichtswissenschaften.
Die Reihe wird herausgegeben von Gunther Hellmann und Johannes Völz.
Ein Gespräch über das Buch
»Horizonte der Demokratie - ein Gespräch über Walt Whitmans Einfluss auf demokratisches Denken«: Im Gespräch mit Greta Wagner stellen Till van Rahden und Johannes Völz den ersten Band der neuen Reihe »Democratic Vistas / Demokratische Horizonte« vor und erläutern die Idee des Projekts. Das Gespräch können Sie hier hier anhören.
Anmeldung
Zur besseren Disposition bitten wir um vorherige Anmeldung unter:
anmeldung@forschungskolleg-humanwissenschaften.de. Wir registrieren Ihre Anmeldung, verschicken aber keine Anmeldebestätigung.